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JAHRESBERICHT 2022 „Auf dem Weg zum Deutsch-Baltischen Zukunftsforum“

Auch das Jahr 2022 war pandemiebedingt auch für die Studienstiftung wieder eine große Herausforderung, die wir mit viel Energieaufwand und Teammotivation zu meistern verstanden haben.


Anfang 2022 haben wir eine große Netzwerktagung mit rund 140 Teilnehmenden sowie sieben Seminare und weitere Veranstaltungen in Präsenz geplant und eingereicht. Nur die Projektleiterschulung (PLS) im Februar und das GBYEN-Netzwerktreffen haben wir digital durchgeführt. Dank der Impfmöglichkeiten konnten wir den Wirtschaftskurs (WK) in Darmstadt, das Schwerpunktseminar Riga (SPS Riga), das Paul-Schiemann-Seminar (PSS) in Odziena/Lettland im August, den Baltischen Jugend- und Studentenkongress (BJSK) in Lüneburg Ende September und sogar die Konferenz (DBK) in Riga Mitte Oktober in Präsenz realisieren.


Das Schwerpunktseminar Tartu (SPS Tartu) mussten wir leider wegen nicht bewilligter Fördergelder absagen. Auch mussten wir wegen Kürzungen und späten Zusagen von Fördergeldern die Konferenz mit einer 80 statt 140 Teilnehmenden veranstalten. Bei den anderen Veranstaltungen waren coronabedingt weniger Teilnehmende präsent als geplant. Das Feedback für alle Veranstaltungen war jedoch erneut sehr positiv. Besonders erfreulich war die aus der DBK resultierende Einladung an Magnus Clauss zu einem Interview im lettischen Radio.


2022 konnten wir für unser 2021 neu gegründetes German-Baltic-Youth-Exchange-Network (GBYEN) mehr als zehn weitere Netzwerkpartner gewinnen. Es bietet allen Akteuren des Jugendaustauschs zwischen dem Baltikum und Deutschland die Möglichkeit, sich an einem zentralen Ort zu präsentieren, zu vernetzen, von den eigenen Projekten zu berichten und künftige Projekte anzukündigen. Für 2022 hat sich das GBYEN das Ziel gesetzt, eine Plattform für alle Jugendorganisationen hinsichtlich des Themas „Sustainable Communication“ zu bilden. Alle Ergebnisse sollen in einem digitalen Handbuch veröffentlicht werden. 2023 soll diese Form der Zusammenarbeit durch die Landesbüros weiter intensiviert werden. Auch sind gemeinsame Veranstaltungen in den Fokus genommen worden.


Die Arbeit unserer Landesbüros war durch die Pandemie leider eingeschränkt. Dennoch haben sie den Bekanntheitsgrad des DBJW durch ihr intensives Engagement erheblich steigern können. Auch haben sie sehr gute Projekte wie den Essay-Wettbewerb „Freundschaft als Quelle der Nachhaltigkeit?“, Treffen mit GBYEN-Partnern, Übergabe der Policy Papers in den Botschaften und an Politiker, Teilnahme an der feierlichen Eröffnung des Deutschen Frühlings, Präsentationen über das DBJW vor verschiedenen Institutionen, eine Vortragsreihe „sustainable morning“, Kontaktaufnahme mit Parlamentariern in Brüssel durchgeführt. Besonders die Rede von Rozite Spiča (Leiterin Landesbüro Lettland) vor den höchsten Vertretern Lettlands und Deutschlands in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenum des Bundestags (live übertragen im ZDF) hat die Öffentlichkeit auf die Arbeit der Deutschbaltischen Studienstiftung aufmerksam gemacht. Die enge Zusammenarbeit der vier Landesbüros hat – koordiniert durch Frederike Wende – wesentlich zum Erfolg der Konferenz beigetragen.


Die Stiftung konnte 2022 zwei Stipendien gewähren. Hervorzuheben ist eine Gruppe aus Philistern der Fraternitas Dorpatensis zu München, die einen Großteil der Spenden hierfür aufbringt. Im Rahmen der Ausbildungsförderung aus dem Birkfonds hat die Stiftung aktuell elf Darlehensnehmer.


Schirmherr des Zukunftsforum DBJW ist der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein. Die Trägerschaft der Stiftung hat Ende Juli Elisabeth Motschmann vom Verband zur Förderung Deutsch-Baltischer Arbeit übernommen. Geschäftsführerin ist unverändert Tatjana Vollers, den Beirat bilden Thomas von Lüpke, Harald Wende und Bastian Brombach. Cornelia Lyra vertritt die Studienstiftung im Kuratorium der Deutschbaltischen Kulturstiftung. Als Wissenschaftlicher Leiter steht Dr. Martin Pabst seit vielen Jahren für die wissenschaftliche Qualität unserer Veranstaltungen. Die Landesbüros leiteten Lara Löser (Estland), Rozite Katrina Spiča (Lettland) und Maximilian Wende (Deutschland).


Im Leitungsteam der DBK2022 haben sich Bernd Vogenbeck und Belinda von Freymann (Koordinationsleitung), Larissa Leiminger (Leitung Cluster) und Renate Gross (Leitung GBYEN) stark engagiert. Weitere Aktive stehen mit Rat und Tat für einzelne (Teil-)Projekte bereit. Unsere Projektkoordinatorin Anastasija Baranovska hat zu allen Veranstaltungen sehr positive Rückmeldungen verzeichnet.


Zahlreiche Gespräche mit Ministerien, Abgeordneten sowie den Botschaftern Estlands, Lettlands und Litauens haben 2019 unsere erste große Netzwerkkonferenz in Riga und die erfolgreiche Fortführung dieser Arbeit ermöglicht. Jetzt hat das Auswärtige Amt uns ein 3-Jahres-Projekt Deutsch-Baltische Konferenzen 2022-2024 bewilligt. Dank des Einsatzes von Alexander Graf Lambsdorff MdB und anderen Abgeordneten hat der Bundestag diesen Etat erheblich aufgestockt und auf 2025 erweitert.


Auf der 2022er Konferenz haben unsere ehrenamtlichen Jugendbotschafter:innen unter Anleitung von fünf Moderator:innen/Head of Cluster (Andrea Baumgartner, Leonhard Eckhoff, Anna Lelkes, Jonas Nitschke, Andreis Purim) Vorschläge für „Europäische Antworten auf Zukunftsfragen“ finalisiert, um diese jetzt zu diskutieren. So haben wir den 2021 und 2022 entwickelten Ideen bei Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und NGOs Gehör verschafft, u.a. im Bundespräsidialamt, bei Abgeordneten in Berlin und Brüssel, Ministern, Oberbürgermeistern sowie Botschaftern in Berlin, Riga, Tallinn und Vilnius.


Zuwendungen erhielten wir insbesondere vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium des Innern, der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der djo – Deutsche Jugend in Europa sowie von der DBGes im Bund und in Niedersachsen, den Baltischen Ritterschaften, der von-Wahl-Stiftung und privaten Spendern.


Alexander Graf Lambsdorff MdB, Elisabeth Motschmann und Thomas von Lüpke setzen sich weiterhin dafür ein, im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik auch in der Zukunft Finanzmittel für die Landesbüros und die Deutsch-Baltische Konferenzen zu erhalten.


Seit 2021 ist das Deutsche Kulturforum östliches Europa eine unserer Partnerorganisationen. Unser Wissenschaftlicher Leiter, Dr. Martin Pabst, ist dort als Wissenschaftlicher Leiter für den Arbeitsbereich Baltische Länder tätig. Das Kulturforum engagiert sich für die zukunftsorientierte Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte des östlichen Europas und will damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung europäischer Identität leisten. Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr positiv.


Trotz der großen Herausforderung durch die Pandemie und Putins Angriffskrieg hat die Studienstiftung auch 2022 erfolgreich gearbeitet. Dafür danken wir vor allem unseren Förderern, Mitwirkenden und Unterstützer:innen. Auf dem Weg zur Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung sind wir ein weiteres gutes Stück vorangekommen! Der Stiftungszweck wurde erfüllt.


Bremen, 15. Februar 2023


Tatjana Vollers


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